Kanzlei Dr. jur. Holtus | Rechtsanwalt

Verwirkung

Ein Recht ist gemäß § 242 BGB verwirkt, wenn der Berechtigte es längere Zeit hindurch nicht geltendgemacht und der Verpflichtete sich darauf eingerichtet hat und sich nach dem gesamten Verhalten des Berechtigten auch darauf einrichten durfte, dass dieser das Recht auch in Zukunft nicht geltend machen werde. Die Verwirkung ist ein Fall der unzulässigen Rechtsausübung wegen widersprüchlichen Verhaltens. Der Verstoß gegen Treu und Glauben liegt in der illoyalen Verspätung der Rechtsausübung. Die Geltendmachung eines bestimmten Rechtes kann unter Umständen bereits verwirkt sein, obwohl Verjährung noch gar nicht eingetreten ist.

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