Kanzlei Dr. jur. Holtus | Rechtsanwalt

Kapitalanlagerecht

Schadensersatzansprüche gegen den Anlageberater und mehr

Rechtsanwalt Dr. jur. Holtus - Ihr Ansprechpartner für Kapitalanlagenrecht

Ver­spre­chun­gen aus einer ver­meint­lich viel ver­spre­chen­den Ka­pi­tal­an­la­ge kön­nen manch­mal nicht ein­ge­hal­ten wer­den. Ren­di­ten von 10% und mehr sind fast aus­schließ­lich mit hoch spe­ku­la­ti­ven An­la­ge­for­men zu er­rei­chen und es gilt der Grund­satz: Das Ri­si­ko, dass Sie ihr Ka­pi­tal gänz­lich ver­lie­ren, steigt mit der Höhe des Ren­di­te­ver­spre­chens. Man mag sich be­wusst ma­chen, dass nur ein Narr, der eine Gold­ader ent­deckt hat, diese Tat­sa­che und den ge­nau­en Fund­ort an­de­ren preis­gibt. Zu­wei­len wer­den sogar Pro­mi­nen­te wer­be­wirk­sam vor den Kar­ren ge­spannt, wie im Fall des von Mi­cha­el Gor­bat­schow be­wor­be­nen "Kings Club" (ge­schätz­ter Ver­lust für die An­le­ger: eine halbe Mil­li­ar­de Euro), um den Boden für die Blau­äu­gig­keit des An­le­gers zu ebnen und über die Sub­stanz­lo­sig­keit des An­la­ge­ob­jek­tes hin­weg zu täu­schen.

Grund­la­ge Ihres Scha­dens­er­satz­an­spruchs (gegen die An­la­ge­fir­ma, deren Ge­schäfts­füh­rer, Ver­mö­gens­be­ra­ter, An­la­ge­ver­mitt­ler, Te­le­fon­ver­käu­fern, Wirt­schafts­prü­fer im Falle der Er­stel­lung fal­scher Bi­lan­zen im Be­wusst­sein, dass diese po­ten­ti­el­len An­le­gern vor­ge­legt wer­den o. ä.) sind z. B. be­trü­ge­ri­sche An­la­ge­ver­mitt­lun­gen, Pro­spekt­haf­tung oder eine nicht ord­nungs­ge­mä­ße Auf­klä­rung über die Ri­si­ken der emp­foh­le­nen Ka­pi­tal­an­la­ge. Das Bör­sen­ge­setz stellt hohe An­for­de­run­gen an eine ord­nungs­ge­mä­ße Auf­klä­rung. Den An­la­ge­be­ra­ter, der sich auf einen Pro­spekt be­ruft, trifft eine ei­ge­ne Ver­pflich­tung, den Pro­spekt auf Plau­si­bi­li­tät und Schlüs­sig­keit zu über­prü­fen und hat er­for­der­li­chen­falls ei­ge­ne Re­cher­chen an­zu­stel­len.

Eine feh­ler­haf­te Auf­klä­rung kann bei­spiels­wei­se bei Ent­ste­hung von Kurs­ver­lus­ten an der Börse einen An­spruch auf Rück­zah­lung des Ka­pi­tals be­grün­den, ob­wohl tat­säch­lich eine Plat­zie­rung an der Börse er­folgt ist.

Liegt nur eine feh­ler­haf­te An­la­gen­be­ra­tung vor, ohne dass dem Be­ra­ter eine un­er­laub­te Hand­lung vor­zu­wer­fen ist, ist der An­spruch zu­meist ge­si­chert durch die Haft­pflicht­ver­si­che­rung des Be­ra­ters. Sind An­sprü­che gegen die Ver­ant­wort­li­chen nicht durch­setz­bar, be­steht die Mög­lich­keit, über die Ent­schä­di­gungs­ein­rich­tung der Wert­pa­pier­dienst­leis­tungs­un­tern­e­h­m­en (EdW) zu­min­dest einen Teil Ihres Ver­lus­tes auf­zu­fan­gen.

Die Ver­fol­gung des Ka­pi­tal­an­la­gen­be­tru­ges wird er­schwert durch den Zeit­ver­lust, der aus der Schwie­rig­keit re­sul­tiert, sich seine ei­ge­ne Blau­äu­gig­keit ein­zu­ge­ste­hen, fer­ner durch die Hemm­schwel­le, recht­zei­tig einen Rechts­an­walt ein­zu­schal­ten. Um an­de­ren ge­prell­ten An­le­gern bei­spiels­wei­se mit einem sog. Ar­rest gegen den Ka­pi­tal­an­le­ger/Ver­mö­gens­be­ra­ter etc. zu­vor­zu­kom­men, emp­fiehlt sich ra­sches Han­deln, da der Rang des Gläu­bi­gers im Rah­men der nach­fol­gen­den Zwangs­voll­stre­ckung nach Er­lan­gung eines Voll­stre­ckungs­ti­tels von dem Zeit­punkt der Zu­stel­lung des Ar­res­tes ab­hän­gig ist.

Ihr Rechts­an­walt wird mit Ihnen eine in­di­vi­du­el­le Stra­te­gie zur Durch­set­zung Ihrer Scha­dens­er­satz­an­sprü­che ent­wi­ckeln. Oft­mals hilft schon die Dro­hung mit einer Straf­an­zei­ge wegen Be­tru­ges, um den Ver­mö­gens­be­ra­ter zu "frei­wil­li­gen Scha­dens­er­satz­leis­tun­gen" zu mo­ti­vie­ren.